Auf den Spuren des Bibers
Am Mittwoch, 21. Januar 2026, treffen wir uns nach dem Mittag am Bahnhof Rümlang, um mit den Waldmäusen auf Spurensuche nach dem Biber zu gehen. Bei wunderschönem Winterwetter laufen wir zu Fuss Richtung Eberhard, wo wir über die Brücke zur Glatt gelangen. Die Aufregung und Motivation der Kinder sind deutlich spürbar, alle fragen sich nur: Wo bleibt Ernst?
An einem kleinen Teich entdecken wir bereits erste Biberspuren und nutzen die Gelegenheit, um auf die Gefahren zugefrorener Gewässer hinzuweisen. Ausserdem fallen uns zahlreiche Polizeipatrouillen auf, die wegen des WEF das Gebiet rund um den Flughafen kontrollieren.

Nach wenigen Metern erreichen wir die Waldhütte, wo uns Ernst freudig in Empfang nimmt. Wie bereits geübt, setzen sich alle Kinder im Kreis hin und Ernst beginnt mithilfe einer Handpuppe die Anatomie und Lebensweise des Bibers zu erklären. Durch die vielen interaktiven Elemente bleibt die Spannung hoch, nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei uns Erwachsenen und alle machen begeistert mit.



Als Ernst schliesslich ein echtes Biberfell hervorholt, kommt richtig Bewegung in die Gruppe. Die Kinder möchten das weiche Fell, die grosse Rute, wie die Pfoten mit den Schwimmhäuten vorsichtig anfassen und genau betrachten. Puh, eine kleine Verschnaufpause für Ernst 😊
Doch im coolen Biberkoffer gibt es noch viel mehr zu entdecken: einen Schädel, verschiedene Bilder, Pfotenabdrücke und vieles mehr.

Nun aber genug Theorie, wir machen uns auf den Weg, echte Spuren zu suchen.
Nach drei bis fünf Gehminuten entdecken wir bereits zahlreiche angenagte Bäume, sowohl grosse als auch kleine. Die Arbeit des Bibers ist beeindruckend: Einige Bäume wurden von den Förstern sogar eingezäunt, um sie vor dem Nager zu schützen. Bei manchen grösseren Bäumen hat der Biber bereits die Rinde abgetragen, woraufhin die Bäume versuchen, die Wunden mit Harz zu schließen. Alles wird genau betrachtet, angefasst und bewundert.



Beim Weitergehen weist uns Ernst darauf hin, ganz ruhig zu sein, jetzt wird es erst recht spannend. Wir gelangen zu einem echten Biberbau, der mit vielen Ästen und Schlamm geschmückt ist. Ernst erklärt, dass der Biber hier wohnt und vor allem nachts aktiv ist. Dank des Unterwassereingangs ist er optimal geschützt.


Nach so vielen Eindrücken meldet sich langsam der Hunger. Zurück bei der Waldhütte legen wir eine kleine Verpflegungspause ein. Doch kaum wird bemerkt, dass Ernst eine Schnur über den Waldweg spannt, ist es vorbei mit dem gemütlichen Sitzen. An der Schnur werden laminierte Bildkarten aufgehängt, es folgt eine Staffette.
Die Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt und dürfen wie ein Biber nur Biberfutter holen. Nach der Auswertung erklärt Ernst nochmals, dass der Biber ein reiner Pflanzenfresser ist.


Der Tag neigt sich dem Ende zu … oder doch nicht?
Im letzten Moment fällt uns ein, dass noch Rüebli vorhanden sind 🥕
Zum Abschluss dürfen die Kinder wie ein Biber die Rüebli in Sanduhrform abnagen. Die Freude ist gross, und alle machen begeistert mit 😊
Reste gibt es keine, die Rüebli werden vollständig als Stärkung für die Heimreise verwertet.
Der Rückweg führt uns entlang des Glattufers zurück zum Bahnhof. Nach einem erfolgreichen und erlebnisreichen Programm übergeben wir die Waldmäuse wieder der Zivilisation 😉
