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Natur und Umwelt Rümlang

Waldmaus

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Seit Frühling 2016 treffen sich junge naturbegeisterte Mädchen und Buben einmal monatlich am Mittwoch zu einem Naturnachmittag. Unter der Leitung von Christine Marti, Antonella Urech und Ernst Räth gibt es immer ein spannendes Thema verbunden mit Informationen, Aktionen, Spiel und Spass. Teilnehmen können interessierte Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse. Hier zur Anmeldung.


September 2018: Auf den Spuren der Fledermäuse

 



 

 

Juli 2018: Schmetterlinge


Juni 2018: Fuchsjagd durch den Wald

Mit einem Vampirdrink und Fledermaushäppchen wurden die Mitglieder der Jugendgruppe Waldmaus und ihre Eltern in der Nähe der Glatt willkommen geheissen. Etwas später erzählte Ernst Räth spannende Einzelheiten über Fledermäuse, und es wurde versucht, einen Partner beim Geräuschmemory zu finden. Die einen Teilnehmer fanden das Spiel einfach, die anderen taten sich schwer damit. Mit dem Fahrrad fuhr die bunte Schar anschliessend weiter an die Glatt. Dort durfte sich ein Kind auf den Boden legen, sein Umriss wurde auf den Boden gezeichnet und mit wenigen Strichen zu einer Fledermaus erweitert. Fledermäuse sind wie wir Menschen Säugetiere und haben den selben Körperbau. Langsam wurde es dunkler, die Fahrräder kamen erneut zum Zug und die Gruppe machte sich auf den Weg in Richtung Oberglatt. Die zwei Fledermausdetektoren wurden eingeschaltet und gespannt wurde gewartet, ob sich eines dieser faszinierenden Tiere zeigen würde. Um die Zeit zu verkürzen, durften die Kinder versuchen, wie eine Fledermaus zu fliegen und gleichzeitig ein Grissini zu essen, was gar nicht so einfach war. Plötzlich rief ein Kind: «Eine Fledermaus!» und schon knatterte der Detektor und mehrere Leute sahen die erste Fledermaus des Abends. Es war eine Zwergfledermaus. Kurz darauf folgte eine zweite, und gleich danach gesellte sich ein Abendsegler dazu. Er drehte eine majestätische Runde in wenigen Metern Höhe, für alle gut sichtbar. Über längere Zeit flogen die Fledermäuse genau vor uns ihre Runden und präsentierten ihr Jagdgeschick. Was für ein Erlebnis! Am Schluss des Abends standen wir direkt an der Glatt und beobachteten die Wasserfledermäuse, wie sie knapp über dem Wasser flogen und nach Insekten jagten. Zufrieden und mit vielen, neugewonnenen Eindrücken traten die Fledermausfreunde den Heimweg in der Dunkelheit an.


Die Kinder waren begeistert: ein Jugendgruppe- Waldmaustreffen mit dem Fahrrad!

Wir trafen uns am Bahnhof Rümlang und brausten gleich danach los in Richtung Naturschutzgebiet. Nach ein paar Regentropfen zeigte sich gleich wieder die Sonne und der Suche nach den bunten Schmetterlingen stand nichts mehr im Weg.

In drei Gruppen konnten die Schmetterlinge auf verschiedene Arten entdeckt werden. Am ersten Posten wurde viel Wissenswertes über Schmetterlinge erzählt und auf der angrenzenden Wiese gab es gleichzeitig verschiedene Sommervögel zu sehen. Die zweite Gruppe machte eine Rundfahrt mit dem Fahrrad durch das Naturschutzgebiet. An verschiedenen Stellen wurde angehalten, damit die Kinder die Gelegenheit bekamen Schmetterlinge zu entdecken und zu bestimmen. Beim dritten Posten durfte gebastelt werden: jedes Kind faltete einen wunderschönen Schmetterling, welcher anschliessend mit Draht am Velo befestigt wurde.

Es war ein gelungener Nachmittag, nur ein Wunsch galt es noch zu erfüllen: schneller Velofahren!


Ein sonniger Frühsommertag begleitete die Jugendgruppe Waldmaus auf ihrer rasanten Fuchsjagd durch den Rümlanger Wald. Nach einem kurzen Fussmarsch an den Waldrand teilten sich die Kinder in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe verschwand sogleich im Wald. Das Einzige was sie hinterliessen, waren kleine, gut getarnte Wegmarkierungen, welche der Nachfolgegruppe Hinweise gab, in welche Richtung sie sich entfernten. Nach einigen Irrwegen sichteten die Verfolger schliesslich das Ziel: für jedes Kind lag ein Sugus auf dem Weg! Nun galt es die versteckten Kinder rasch zu finden.

Ganz in der Nähe hatte Ernst ein herrliches Feuer vorbreitet und alle durften ihr Zvieri aus dem Rucksack auspacken und bräteln. Allzu schnell war es wieder Zeit für den Aufbruch zurück ins Dorf - aber dieses Mal waren die Verfolgerkinder diejenigen, welche Spuren und Irrspuren durch den Wald legten.


April 2018: Arbeiten macht Spass!


Gute gelaunt, voller Eifer, mit gestählten Muskeln, ausgestattet mit festen Schuhwerk und Arbeitshandschuhen traf sich die Jugendgruppe Waldmaus im April zu einem Arbeitseinsatz beim Schulhaus Rümelbach.

Nach einem kurzen Fussmarsch in den Geisschropf packten die 19 Kinder kräftig an. Das ehrgeizige Ziel je einen Ast- und einen Steinhaufen gemäss den Richtlinien von BirdLife zu errichten, wollten wir unbedingt erreichen! Alle schwärmten sofort aus, um Steine und Äste zu suchen, Sand musste geschaufelt werden, Altholzkleinteile mit dem Rechen zusammengenommen werden, grosse Wurzelstöcke wurden in Teamarbeit an den richtigen Ort geschleift und schwere Steine wurden mit Hilfe eines Seils den Hang hinaufbefördert. Unglaublich, wie schnell die Haufen wuchsen!

Da der sonst so schöne Geisschropf von Abfall verschandelt wurde, sammelten die Kinder auch diesen ein. Grosse Mengen von Plastik und Papier, Getränkedosen, Flaschen, Metallteile und sogar ein alter Autositz wurden gefunden. Zum Glück kamen bei der Suchaktion auch kleine Schönheiten zu Tage: riesige Schneckenhäuser, Knochen eines Tieres, Federn und Regenwürmer wurden entdeckt, betrachtet und einander gezeigt.

Als Belohnung für die kräftezehrende Arbeit durften alle am Schluss eine Wurst und Steckenbrot auf dem Feuer bräteln. Wir waren uns alle einig: Arbeiten macht Spass!

März 2018: Thema Waldboden!


Am 21. März trafen wir uns vor dem Hallenbad Rümlang. Gemeinsam wanderten wir Richtung „Huebehütte“, wo wir uns als Erstes einen kurzen Film anschauten. Im Film sprach Mutter Erde zu uns und mahnte uns, besser auf die Natur zu achten.

Sie sagte uns, dass der anfallende Abfall nur von uns Menschen produziert wird.

„Ist das so?“, fragten wir uns.

Was geschieht mit den vielen Blättern, welche im Herbst von den Bäumen fallen ? Auf einen Quadratmeter sind das ca. 2500 Blätter! Würden sie liegen bleiben, stiege der Waldboden um ca. 30 cm jährlich.

Frage: Wer bringt das Laub zum Verschwinden?

Antwort: Ganz viele verschiedenen Lebewesen, welche auf dem oder im Waldboden leben! Auf einem Quadratmeter Waldboden mit einer 30cm Tiefe sind das ca. 300 Tausendfüssler, 100 Käfer, 80 Regenwürmer, 50 Spinnen und unzählige Milben, Bakterien und Algen. Eine Hand voll Erde enthält etwa so viele Lebewesen wie Menschen auf der Erde leben.

All diese Kleinstlebewesen ernähren sich vom Laub und zersetzen es. Zusammen bilden sie eine grosse Fressgemeinschaft, in der jede Art ihren Platz hat. So verwertet die Natur ihren eigenen „Abfall“. Aus dem Laub wird wertvoller Humus für die Pflanzen und Bäume im Wald, und so schliesst sich ein Kreislauf.

Wir nahmen uns Zeit, die fleissigen Verwerter zu suchen und unter der Lupe zu bestimmen. Wir konnten viele Beobachtungen austauschen, doch die Zeit verging viel zu schnell.

Nach dem Zvieri bastelten wir "Guerilla-Saatkugeln". Das sind Kugeln aus Erde, angereichert mit Wildblumensamen.

Weil die Bevölkerung stetig wächst und darum immer mehr Häuser und Strassen gebaut werden, verringert sich der Anteil von Blumenwiesen und Äckern in Rümlang. Dadurch haben viele Wildbienen und andere Insekten und Schmetterlinge weniger Pflanzen und Erdfläche für ihre Nahrungssuche.

Diese Saatkugeln oder Blumenbomben wie wir sie auch nennen, werfen oder vergraben wir auf brach liegende Stellen und hoffen, dass sie gut keimen und wachsen. So geben wir der Natur etwas zurück.



 

Januar 2018: Spurensuche!

 



Die Wetterbedingungen für das Vorhaben der Jugendgruppe Waldmaus waren perfekt! Vierzehn aufgeweckte, interessierte und sportliche Naturforscher machten sich auf den Weg, um Spuren im Rümlanger Wald zu entdecken.

Die jungen Forscher schritten enge Trampelpfade ab, krochen unter dichtem Astwerk durch, überquerten kleine Bäche und erkundeten den Rand einer kleinen Sumpffläche. Dabei entdeckten sie Ackerflächen, welche von Wildschweinen umgegraben wurden, Mäuselöcher, Fussabdrücke von Rehen und Wildschweinen, leere Schneckenhäuser, Kot von einem Reh, Käferspuren an abgestorbenen Bäumen, Specht Löcher, Federn, eine Wildschwein Suhle mit Malbäumen und einen Vogelrupf. Den kundigen Forschern blieben auch die Spuren der Menschen nicht verborgen. Es gab Reifen- und Fussspuren, abgeholzte Bäume und liegengelassener Kehricht. Als Spuren der Natur identifizierten die kundigen Kinder die abgebrochenen Äste und Bäume im Wald.

 

Bilder von  früheren Waldmaus-Treffen